Wenn wir von Zufall sprechen, meinen wir in der Regel ein Ereignis, was relativ unerwartet eintritt und uns - angenehm oder unangenehm - überrascht. Oft sprechen wir auch von einem merkwürdigen Zufall, wo schon der Gedanke anklingt, dass es sich da möglicherweise um eine höhere Fügung handeln könnte.
Eine solche zielführenden
Fügungskette in meinem eigenen Leben - damals war ich übrigens noch kein gläubiger Christ - möchte ich nun etwas näher
unter die Lupe nehmen. Es begann mit einem Ereignis etwa Mitte 1984:
Alles nur purer Zufall? Oder das Walten einer höheren Macht? Dazu mehr im nächsten AbschnittEs war während meines Studiums in Düsseldorf, als ich in einen heftigen Streit mit meinem Vermieter geriet und spontan kündigte. Da ich möbliert wohnte, blieben nur noch etwa zwei Wochen bis zum Auszug. Eigentlich eine zu kurze Zeit, um etwas Neues zu finden. Aber wenn man jung ist, macht man sich da keine allzu großen Sorgen. Irgendetwas wird sich schon ergeben, denkt man.Am Abend desselben Tages gab ich in der Wohnung eines befreundeten Ehepaares einen Schachunterricht. Später, in vertrauter Runde, erzählte ich einer Teilnehmerin von meiner spontanen Kündigung. Zu meiner Überraschung sagte sie: „Ruf doch mal bei Frau M. an. In ihrem Haus ist eine Wohnung frei geworden ist und sie sucht einen neuen Mieter!“Ich kannte Frau M. flüchtig von meinen Schachunterrichten her und so bestand sicherlich eine gewisse Aussicht auf Erfolg. "Ja, danke! Das werde ich morgen machen!" entgegnete ich
Am nächsten Morgen jedoch, einen Donnerstag, verspürte ich eine starke innere Unlust bei Frau M. anzurufen. Und so rief ich weder am Donnerstag noch am Freitag dort an. Im Prinzip hatte ich die Sache schon abgehakt.
Aber am Samstagmorgen verspürte ich auf einmal ein starkes inneres Drängen, bei Frau M. anzurufen Und obwohl ich vermutete, dass es wahrscheinlich schon zu spät sei, rief ich – wegen dieses starken inneren Dranges - bei ihr an.
Sie war überrascht und sagte nur: „Da haben sie aber Glück! Gerade hat ein Interessent abgesagt! Am besten kommen sie gleich vorbei und schauen sich die Wohnung an!“
Eine Stunde später saß ich in ihrem Wohnzimmer und unterschrieb den Mietvertrag.
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