Freitag, 29. Juni 2018

Wenn im "Zufall" die Fügung erkennbar wird



Ich könnte verstehen, dass jemand die Wohnungsgeschichte mit einem oberflächlichem: „Glück gehabt!“ kommentiert. Denn das man genau im richtigen Moment irgendwo anruft, kommt halt schon mal vor.
   Aber in meiner Geschichte kommt noch ein wesentliches Element hinzu. Nämlich dieses plötzliche innere Drängen bei jener Vermieterin anzurufen. Als ob mir jemand gesagt hätte: „Du musst da jetzt anrufen!“

Wie richtig dieser Zeitpunkt war, wird aus der Hintergrundgeschichte klar. Der mich begünstigende Zufall immens. Frau M., eine 70 jährige Pensionärin, hatte nämlich mittwochs in einer auflagenstarken Düsseldorfer Zeitung inseriert und gleich mit dem ersten Anrufer einen Besichtigungstermin für samstags vereinbart. Den zahllosen weiteren Anrufern hatte sie immer die gleiche Botschaft zukommen lassen: „Nein, die Wohnung ist schon so gut wie vergeben!“ 
    Hätte ich, was eigentlich logisch gewesen wäre, direkt am Donnerstagmorgen oder am Freitag angerufen, wäre ich wohl ähnlich beschieden worden. Dann, am Samstagmorgen hatte der erste Anrufer dann urplötzlich abgesagt. Kurz darauf hatte ich dann, auf ein inneres Drängen hin, angerufen.
     Ich erinnere mich recht gut, dass ich damals Das kann doch kein Zufall gewesen sein gedacht habe. Aber die Sache auch nicht weiter hinterfragt habe, wer mich da gedrängt haben könnte. Ich war einfach nur glücklich, dass sich mein Problem so schnell gelöst hatte.

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Mittwoch, 27. Juni 2018

Wie ich auf wundersame Weise eine neue Wohnung fand





Wenn wir von Zufall sprechen, meinen wir in der Regel ein Ereignis, was relativ unerwartet eintritt und uns - angenehm oder unangenehm - überrascht. Oft sprechen wir auch von einem merkwürdigen Zufall, wo schon der Gedanke anklingt, dass es sich da möglicherweise um eine höhere Fügung handeln könnte.
  Oftmals ist es auch so, dass man im Rückblick eine regelrechte zielführende Zufallskette erkennen kann, die den Schluss nahelegt, dass da das Schicksal oder höhere Mächte gewaltet haben. Und man dann nicht mehr von einer Zufalls-, sondern besser von einer Fügungskette sprechen sollte.
    Eine solche zielführenden Fügungskette in meinem eigenen Leben - damals war ich übrigens noch kein gläubiger Christ - möchte ich nun etwas näher unter die Lupe nehmen. Es begann mit einem Ereignis etwa Mitte 1984:

Es war während meines Studiums in Düsseldorf, als ich in einen heftigen Streit mit meinem Vermieter geriet und spontan kündigte. Da ich möbliert wohnte, blieben nur noch etwa zwei Wochen bis zum Auszug. Eigentlich eine zu kurze Zeit, um etwas Neues zu finden. Aber wenn man jung ist, macht man sich da keine allzu großen Sorgen. Irgendetwas wird sich schon ergeben, denkt man.
   Am Abend desselben Tages gab ich in der Wohnung eines befreundeten Ehepaares einen Schachunterricht. Später, in vertrauter Runde, erzählte ich einer Teilnehmerin von meiner spontanen Kündigung. Zu meiner Überraschung sagte sie: „Ruf doch mal bei Frau M. an. In ihrem Haus ist eine Wohnung frei geworden ist und sie sucht einen neuen Mieter!“
   Ich kannte Frau M. flüchtig von meinen Schachunterrichten her und so bestand sicherlich eine gewisse Aussicht auf Erfolg. "Ja, danke! Das werde ich morgen machen!" entgegnete ich

Am nächsten Morgen jedoch, einen Donnerstag, verspürte ich eine starke innere Unlust bei Frau M. anzurufen. Und so rief ich weder am Donnerstag noch am Freitag dort an. Im Prinzip hatte ich die Sache schon abgehakt.  
     Aber am Samstagmorgen verspürte ich auf einmal ein starkes inneres Drängen, bei Frau M. anzurufen Und obwohl ich vermutete, dass es wahrscheinlich  schon zu spät sei, rief ich – wegen dieses starken inneren Dranges - bei ihr an.
      Sie war überrascht und sagte nur: „Da haben sie aber Glück! Gerade hat ein Interessent abgesagt! Am besten kommen sie gleich vorbei und schauen sich die Wohnung an!“ 
    Eine Stunde später saß ich in ihrem Wohnzimmer und unterschrieb den Mietvertrag.
 Alles nur purer Zufall? Oder das Walten einer höheren Macht? Dazu mehr im nächsten Abschnitt
  
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Dienstag, 26. Juni 2018

Alles mathematisch erklärbar?



Ich glaube nicht an Fügung und Schicksal, als Techniker bin ich gewohnt mit den Formeln der Wahrscheinlichkeit zu rechnen. Wieso Fügung ? ... Ich bestreite nicht: Es war mehr  als nur ein Zufall, dass alles so gekommen ist. Es war eine Kette von Zufällen. Aber wieso Fügung? Ich brauche, um das Unwahrscheinliche als Erklärungstatsache gelten zu lassen, keinerlei Mystik. Mathematik reicht mir!  ( Walter F. in "Homo Faber"
Ich kann mir gut vorstellen, dass sich so mancher recht gebildete Zeitgenosse sich in diesem Zitat wiederfinden kann. So oder so ähnlich ist mir gegenüber schon oft argumentiert worden, insbesondere von Menschen mit einer naturwissenschaftlichen Prägung. 
   Aber mal ganz ehrlich: Ist es nicht ein wenig kleinkariert, außergewöhnliche Zufälle rein mathematisch erklären zu wollen? Frei nach dem Motto: Statistisch gesehen muss irgendwann auch mal das unwahrscheinliche Ereignis eintreten. Es bedarf da also keiner höheren Lenkung als Erklärung!

Nehmen wir also mal an, dass das mit einer mathematischen Erklärung für unwahrscheinliche Begebenheiten wirklich funktionieren würde (- persönlich bezweifele ich das -), dann hieße dies ja keineswegs zwingend, dass höhere Mächte nicht doch lenkend eingegriffen haben könnten, oder? 
    Redlicherweise kann dies nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Zumindest als ein mögliches Erklärungsmodell sollte es anerkannt werden.
    Persönlich denke ich allerdings, dass bei genauerer Untersuchung man genug Indizienmaterial erhält, um in den sogenannten außergewöhnlichen Zufällen des Lebens eine höhere Lenkung erkennen zu können. Diese These werde ich im Folgenden zu untermauern versuchen:Kann das ein Zufall gewesen sein?




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